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Willkommen auf meinem Blog. Im Blog werde ich euch regelmäßig (ca. 1x/Woche) an meinen Themen, die mich beschäftigen, teilhaben lassen und Weiteres von meinem Autorendasein berichten. Ich freue mich sehr über Kontakte mit meinen Leser*innen und lade gerne zu meinem Newsletter ein, damit ihr immer auf dem neuesten Stand seid.

Wer gerne mehr über das Schreiben und das Leben eines Autors wissen möchte, darf mich sehr gerne kontaktieren.

Wie ich meinen Traum weiter verfolgte, Autor zu werden

24.02.2024 – Samuel Coenigsberg               

Wieder mal ist es Sonntag, wie schön, dass ihr wieder hier seid!

Nun, wie ich euchschon im letzten Blog geschildert hatte, musste ich im Laufe der Zeit so Einiges dazulernen. Normalerweise bin ich im Job ein ruhiger und achtsamer Mensch. Nur im Privatleben ist zu meinem Nachteil meine innewohnende Ungeduld mein größter Feind.

Hier im Einzelnen von meinen weiteren Schritten, die ich machte:

Schreibzeiten: Ich musste mir hart erarbeiten, mir für das Schreiben eines Buches die nötige Zeit einzuräumen. Das tat ich, indem ich mir Schreibzeiten festlegte, die in meinen Wochen- und Tagesablauf als Vollzeitkraft passten. Das genügte aber nicht, denn ich neigte dazu, in diesen Zeiträumen stundenlang am Stück zu schreiben und war anschließend total erschöpft, und manches Mal war es am Folgetag notwendig, das Geschriebene wieder zu löschen oder zumindest gründlich zu überarbeiten, weil es entweder voller Fehler oder gar ohne Sinn und Verstand war, was mich jedes Mal frustrierte. Also musste ich mir etwas überlegen.

Schreibmethode wählen: Von Sandra hörte ich eine großartige Idee: „Schreibe nach der Pomodore-Methode“, sagte sie zu mir. Davon hatte ich noch nie gehört. Was hat eine Tomate mit Schreiben zu tun?“, fragte ich sie. Hier die Erklärung:

Die Pomodoro-Technik ist eine bewährte Methode, um die Arbeitsproduktivität zu steigern und gleichzeitig geplante Pausen für Erholung und Regeneration einzubauen. Basierend auf 25-minütigen Arbeitsabschnitten (Pomodori), gefolgt von kurzen Pausen.
Das Ziel ist: Eine maximale Konzentration in kurzen, intensiven Arbeitseinheiten zu erreichen und zu festigen.

Ablauf: Wähle eine Aufgabe aus, die erledigt werden soll. Stelle einen Timer auf 25 Minuten ein (ein Pomodoro).

Arbeite ununterbrochen an der Aufgabe, bis der Timer abläuft. Nach jedem Pomodoro folgt eine kurze Pause (ca. 5 Minuten)

Nach 4 Pomodori eine längere Pause einlegen (ca. 15-30 Minuten). Hier kann man sich etwas erholen, indem man beispielsweise eine Runde um den Block geht, einen frischen Tee aufbrüht, Gymnastik macht oder eine Achtsamkeitsübung.

Und das Besondere ist: Eine Wiederholung dieses Zyklus hilft, Fokus und Effizienz zu steigern. Sie unterstützt die Vermeidung von Ablenkungen und Überlastung. Diese Methode ist flexibel anpassbar an individuelle Arbeitsweisen und Bedürfnisse.

Das war die Lösung! Folglich übte ich mich ein und stellte fest, dass ich wesentlich effektiver und weniger erschöpft arbeiten konnte. Diese Schreibtechnik wende ich heute noch an, nur selten falle ich in mein altes Muster, meistens dann, wenn die Inspirationen und Gedanken beim Schreiben überhand nehmen und mit enrgischer Begeisterung aus meinem Kopf und dem Herzen regelrecht herausdrängen wollen.

Schreibprogramm: Ich war es bis dato gewohnt, MS-Word für alles Schriftliche zu benutzen. Bis ich erfuhr, dass es für Autoren spezielle Schreibprogramme gibt, die einerseits die Arbeit erleichtern, andererseits unglaublich viele anschauliche und hilfreiche Tools besitzen, die beim Schreiben unterstützen können hinsichtlich Stilanalyse, Erstellen von Charakterkarten, Auftreten von Wortwiederholungen, Hinweise auf Synonyme und Satzlängen u.v.m.. Also griff ich in den Geldbeutel und erstand eines der führenden Programme, mit dem ich bis heute sehr glücklich bin, weil es mir so einiges abnimmt und mich von sich aus zu einer Textverbesserung auffordert. Natürlich sei jedem Autor unbenommen, seine Arbeiten per Word-Dokument zu verfassen, doch man kann aufgrund der genannten Vorzüge wesentlich gewinnbringender arbeiten. 

Recherche: Als Autor ist es mir ungemein wichtig, dass ich meine Leser*innen nicht nur spannend unterhalte, sondern auch über kulturelle, geografische und gesellschaftspolitische Hintergründe der Akteure schreibe, um ein dichtes Bild zu erzeugen. Daher verwende ich stets mindestens ein Drittel damit, mich umfänglich in Fachliteratur und Artikeln zu informieren und davon das entsprechend dem Roman Dienliche zusammenzutragen. Das erfordert nicht nur viel Zeit, sondern auch ein Gefühl dafür, was meiner Geschichte zuträglich ist. In der „Que(E)rflug“-Dilogie habe ich mich ausführlich mit Biologie, Geografie, Völkerkunde, Medizin, Theologie und Philosophie beschäftigt und dazu noch Interviews von Insidern eingeholt. Anschließend habe ich entschieden, was und wieviel ich davon ins Buch einfließen lassen möchte, unter der Prämisse, der Leserschaft nicht das Gefühl zu vermitteln, sie belehren zu wollen oder mit Informationen zu langweilen. Vereinzelt nehme ich tatsächlich auch die Möglichkeiten der KI in Anspruch und prüfe sie eingehend, bevor ich von ihr etwas übernehme.

Korrektorat / Lektorat / Buchsatz / Literaturverzeichnis: Zugegeben: Beim ersten Buch habe ich mir ein professionelles Korrektorat und Lektorat erspart, weil meine langjährige Redaktionsassitentin, A. Poth, eine gut gebildete, verlagserfahrene und überaus gewissenhafte und sorgsame Kraft ist. Sie hat unzählige Male meine Dateien überarbeitet und mit einer ungeheuerlichen Geduld mein Geschreibsel korrigiert und teils lektoriert bis hin zum Erstellen des Buchsatzes, des Literaturverzeichnisses und der Vorbereitung der Veröffentlichung. Für diesen Prozess gingen noch ein paar Monate ins Land. Erst später, nämlich bei der Veröffentlichung von Band II, beauftragte ich eine professonelle Lektorin (Dorrit Bartel), die für mich ein „Korrektorat+“ machte, also ein Korrektorat mit einem Anteil von Lektorat. So konnte ich mich auf die Richtigkeit der Orthographie und Semantik verlassen und war dankbar für Impulse hinsichtlich der Logik und des Aufbaus meiner Geschichten. Das Ganze kostete abermals eine Stange Geld, aber das war es mir wert. In der Zwischenzeit erledigte ich noch Weiteres:

Titelschutz / Markenschutz / Lizenzen: Damit mein Buchtitel gesichert ist, den sich zufällig mehrere Autoren gleichzeitig für ihr Werk aussuchen könnten, habe ich auf Anraten von A. Poth für beide Bücher einen Titelschutz beantragt, nicht besonders teuer, aber äußerst wirksam, denn so konnte ich mir (für einen übersichtlichen Zeitraum bis zur Veröffentlichung) meinen mit Bedacht überlegten Buchtitel schützen. Ich glaubte zwar, dass „Que(E)rflug“ wahrscheinlich ein einzigartiger Titel wäre, auf den sonst kein anderer Autor (oder Verlag) kommen sollte, aber man weiß ja nie! Ebenso verhielt es sich mit meiner Marke, dem Nachtfalter mit meiner Signatur. Das Bild des queeren Schmetterlings hat ein Freund meiner Kinder entworfen (sein Original hängt im Großformat in meinem Arbeitszimmer), und ich wollte, dass dieses Kunstwerk allein in meiner Hand bleibt und von niemandem abgekupfert werden kann. Also fügte ich meine Signatur hinzu und reichte es beim Patentamt ein. Nach kurzer Zeit erhielt ich eine entsprechende Urkunde, worauf ich ein wenig stolz bin.

Außerdem hatte ich am Anfang nicht bedacht, wie sehr Lizenzen für Zitate, Songtexte, Auszüge aus Fachliteratur oder Belletristik, selbst Bibeln, unerlässlich sind. Daher schrieb ich alle möglichen Autoren, Musikverlage, Herausgeber von Fachliteratur und sonstiger Literatur bis ins Ausland an und bat darum, mir eine Genehmigung für den Abdruck zu erteilen. Dafür musste ich seitenweise Anträge ausfüllen und Nachweise erbringen. Bis auf einen Herausgeber gaben mir alle eine Lizenz, sodass ich beruhigt und ohne eine Konventionalstrafe zu riskieren, die gewünschten Beiträge an passender Stelle abdrucken konnte. Natürlich kosteten die Lizenzen etwas, aber es hielt sich in Grenzen. Für meinen neuen Roman, der erst zum Jahreswechsel erscheinen wird, muss ich mich schon jetzt um entsprechende neue Lizenzen kümmern, damit diese rechtzeitig ausgestellt werden.

Illustration: Ansprechende und aussagekräftige Bilder sind für mich ein bedeutender Anteil in meinen Büchern. Sie sollen die Leserschaft visuell ins Geschehen eintauchen lassen können und atmosphärisch eine Dichte herstellen, zusätzlich zu meinen mit großer Sorgfalt ausgesuchten Beschreibungen. Dazu konnte ich im ersten Band meiner Dilogie denselben Künstler (Joel Burbach) gewinnen, der mir den Nachtfalter entworfen hatte und auf Zuruf passende Zeichnungen für die Kapitelüberschriften anfertigte. Für Band II beauftragte ich die Schwester eines Kollegen (Beeke Steingrüber), die von sich sagte, sie könne „einigermaßen gut“ zeichnen, habe aber noch nie eine Auftragsarbeit gemacht. Von wegen! Sie erstellte mit ihrer sagenhaften Begabung erstaunliche Zeichnungen, die wie geschaffen für das Buch sind. Mit diesem Feedback hatte sie gar nicht gerechnet, aber so viel: Sie studiert mittlerweile Grafikdesign, angestachelt durch Verwendung ihrer Zeichnungen (Z) „sogar in einem veröffentlichten Buch“ und ihrer Liebe zur Gestaltung und zum Design. Ich bin sicher, dass aus ihr noch etwas ganz Großes wird!

Coverdesign: Eine der schwersten Übungen! Ihr werdet es vielleicht schon beobachtet haben: Mittlerweile sind meine Bücher ein zewites Mal mit unterschiedlichen Covern versehen. Das hat folgenden Hintergrund: Bei Band I hatten meine Kinder für ein durchaus ansprechendes Cover gesorgt, doch ich erhielt von Autoren-Kolleg*innen den Hinweis, dass man mit geschultem Auge sehen könne, dass es nicht von einem professionellen Designerdienst erstellt worden sei und dass es demzufolge vermutlich den Erfolg behindere. Also engagierte ich eine gewerbsmäßig erfahrene Fachfrau, sich diesem anzunehmen und gleichzeitig für den zu veröffentlichenden Band II aufeinander abgestimmte Cover zu erstellen. Mit den Ergebnissen war ich zwar sehr zufrieden, denn sie erstellte ganz wunderschöne Cover mit beeindruckenden Motiven, inspiriert durch meine eigenen Vorstellungen. Jedermann fand diese Cover sehr schön, doch auch hier war ein Wehmutstropfen: Beide erweckten den auf sie aufmerksam gewordenen Interessenten den spontanen Eindruck, es handele sich um esoterisch bzw. spirituell gelagerte Literatur. Und als sie dann der Wahrheit förmlich ins Auge sahen, stellten sie fest, dass ihre Einschätzungen falsch waren, weil die Cover nicht zum Genre (queere  Literatur) und dem Inhalt passten (romanhafte Biografie). 

Daher wurden die Bücher zwar aus dem Bücherregal entnommen, aber danach gleich wieder hineingestellt und nicht gekauft! Durch Janet Zentel vom Bookerfly-Club wurde ich damenswerter Weise motiviert, beiden Büchern nochmals ein neues Kleid zu verpassen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, mehr Verkäufe zu erzielen. Und so begab ich mich erneut auf Suche nach einer passenden Cover-Designerin. 

Auf Empfehlung von Kolleg*innen fand ich in der presigekrönten Designerin Laura Newman, die ein Inbegriff für tolle Cover unterschiedlichster Genres ist, meine neue Gestalterin für meine Bücher. Sie krempelte beide Vorlagen komplett um und designte schlichte und zielgruppenorientierte, aussagekräftige Cover, die nun seit Sommer letzten Jahres das Licht der Welt im Handel erblickten. 

Bisher bekam ich nur Zuspruch und habe mehr Erfolg bei den Verkäufen als zuvor. 

Also habe ich alles richtig gemacht, und auch Laura sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank gesagt für ihre tolle Arbeit, wir werden nun zeitlebens zusammenarbeiten!;) 

 Impressumservice: In Deutschland ist man als Autor verpflichtet, eine Impressumservice-Adresse auf allen Kanälen (Homepage, soziale Medien, in den Büchern etc.) anzugeben. Der Grund: Der Autor soll in seiner Privatsphäre geschützt bleiben. Kaum vorzustellen, dass plötzlich ein Fan vor meiner Haustüre steht, der mir etwa Nussschokolade bringen will und Zugang in mein privates Reich möchte. Es könnte aber auch jemand sein, den beispielsweise etwas aus meinen Büchern so gar nicht gefällt und mich daher persönlich gegenüberstehend angreifen, verletzen oder gar töten will, man weiß ja auch hier nie. Der Schutz meiner Familie und meiner Person geht immer vor! Mittlerweile habe ich einen dritten Impressumservice (Impressumservice Bookerfly-Club) beauftragt, der ab jetzt und womöglich dauerhaft der Adressat bleiben wird. An dieser Stelle herzlichen Dank ans Bookerfly-Team!

Distributor vs. Verlag: Als Autor*in träumt man davon, dass das eigene Manuskript über einen Agenten bei einem Verlag „der Glückseligkeit“ Anklang findet, nachdem es aus den tausenden Zusendungen aus dem Stapel herausgezogen und für gut befunden wurde und man dort unter einen Vertrag gestellt wird, der mir die Zukunft sichert und meine Bücher in den Handel bringt. Wenn das so passiert, wunderbar! Dennoch ist – je nach Vertragsgestaltung – zu bedenken, dass man schlechtestenfalls als Autor nicht mehr alles in der Hand hat und in bestimmter Weise fremdbestimmt wird. Dies trifft zum Beispiel auf das Design des Covers zu, auch obliegt es den im Verlag tätigen Lektoren, gewisse Inhalte, ja möglicherweise ganze Kapitel herauszustreichen oder sogar einen anderen Titel als den, den ich mir ausgedacht habe, für das Buch zu verwenden. Dementgegen habe ich weniger Arbeit, weil viele Leistungen vom Verlag übernommen werden, um die ich mich sonst selber kümmern müsste. Eines aber bleibt immer gegeben: Um das Marketing muss ich mich selber bemühen, da dafür die Verlage zu wenig Kapazitäten haben. Wenn man einmal unter Vertrag steht, erwartet dieser, dass man innerhalb eines vorgegebene Zeitrahmens soundsoviele Veröffentlichungen zu einem fest angesetzten Termin hinbekommt. Das kann je nach Persönlichkeit Druck erzeugen, andere widerum beflügelt es in ihrer Kreativität. Zugegeben: Ich hatte auch davon geträumt, aber die Wirklichkeit als kleiner und unbekannter Autor mit einem Nischenprodukt und dann noch vollzeitberufstätig, hatte mich eines Besseren belehrt. Also entschied ich nach mehrfachen Versuchen, in einem Verlag unterzukommen, als Selfpublisher zu veröffentlichen. Dazu recherchierte meine Redaktion ausgiebig sämtliche Anbieter auf dem Markt, verglich Service, die Komplexizität beim Hochladen der Dateien, Bereitstellung im Vertrieb, Schnelligkeit in Druck und Versand bei book on demand-Bestellungen durch den Handel, Druckqualität, Rabatte bei eigenen Bestellungen, Verkaufserlöse, Messeauftritt usw.. Die Anzahl der Anbieter ist in Deutschland immens hoch. Am Ende entschieden wir uns für den, der noch heute die Prints herausgibt (Epubli), die E-Books haben inzwischen ins Amazon KDP-Select gewechselt, weil ich mir hier mehr Reichweite und Umsätze verspreche, wir werden sehen. Sicher, es ist so, dass ich nach wie vor selber für alle oben erwähnten Leistungen vor einer Veröffentlichung  selber Sorge tragen muss, was auch müßig sein kann, doch dafür bin ich frei in der Gestaltung und kann unter größtmöglicher Selbstbestimmung meine Bücher so veröffentlichen, wann und wie ich es für richtig halte. Jeder darf da für sich selbst nach seinen Prioritäten entscheiden, ich jedenfalls werde vorerst beim Selfpublishing bleiben.

Community: Von Anfang an hat mir ein Kontakt zu Gleichgesinnten, also zu Autor*innen gefehlt, um mich mit ihnen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen, auch wenn es durch Kritik erfolgen sollte. Ich fühlte mich lange Zeit allein auf weiter Flur. Bis ich eines Tages durch eine Werbung auf den Bookerfly-Club mit Janet Zentel + Team gestoßen bin. Welch ein Segen! Hier finden sich Autor*innen zusammen, die das Gleiche eint: Mit dem Herzen leidenschaftlich schreiben, sich der Welt  mitteilen und Leser*innen damit zu erfreuen oder zu informieren. Ich bin nun schon längere Zeit im Bookerfly-Club Mitglied und unfassbar dankbar für so viel Unterstützung, die mir widerfährt oder die ich geben darf. Ich habe nicht mehr das Gefühl allein, sondern Teil einer solidarischen Gemeinschaft zu sein, ohne Neid oder Konkurrenzkraft und mit Fachleuten, die mich mit Lektorat und Vorbereitungen zum Release begleiten können. Überrascht war ich von den vielen Angeboten, die der Club bietet (Ausbildungen, Kurse unterschiedlichster Art, persönlicher Austausch mit dem Team, Unterstützung bei jedem Schritt, ja sogar ein 1x/Jahr stattfindender Kongress). Somit entschloss ich mich, einen Magie-Buchmarketingkurs zu besuchen, einen Instagram-Kurs zu buchen und zuletzt einen Frauenpower-KI-Kurs zu belegen. Klar, kostet alles jeweils Kohle, ist aber keineswegs rausgeschmissenes Geld, sondern eine sinnvolle und hilfreiche Inverstition in meine Zukunft als Autor. Innerhalb dieser Kurse-Community profitiere ich von regelmäßigen Zooms, es gibt aber auch hier Regionalgruppen oder Kursmitglieder, mit denen ich mich zuweilen treffe (meine „BuMaKu-Girls“). Darüber bin ich sehr froh und danke an dieser Stelle allen Beteiligten des Bokkerfly-Teams! Bis zum nächsten Treffen auf der Leipziger Buchmesse! Als weitere Community bin ich dem Deutschen Selfpublisher-Verlag beigetreten, der meine Rechte als Autor*in vertritt und auch sonst viele hilfreiche Dinge anbietet sowie Öffentlichkeitsarbeit leistet. Außerdem ist er auf allen Buchmessen vertreten und bietet dort meine Bücher an, ja sogar auf der kommenden Leipziger Buchmesse werde ich ein „Meet and Great“ an deren Stand machen dürfen, worauf ich schon sehr gespannt bin (Info folgt in den Social Medias).

Für heute zuletzt: Homepage

Wie ihr wisst: Ich bin ein technisch unbegabter und digitaler Neandertaler, wie ich schon an anderer Stelle zugab. Zu „meiner Zeit“ gab es nicht mal Handys, Computer und geschweige ein Internet zu nutzen.Heute kann ich  mit großer Dankbarkeit berichten, dass es meinem versierten und begabten Sohn in langer und mühevoller Arbeit gelungen ist, eine professionelle Homepage für mich zu bauen. Wenn ihr sie euch hier anseht, findet ihr ein wunderbares Design mit allen möglichen grafischen Besonderheiten, mit denen er die Seite übersichtlich und eindrücklich gestaltet hat. Jedes Mal, wenn ich eine neue Idee (kommt häufiger vor!) oder einen neuen Beitrag oder eine Verbesserung in die jeweiligen Buttons eingebunden haben möchte, nimmt er sich dieser selbstverständlich an und tut seinem lästigen Vater den Gefallen, dem so schnell wie möglich nachzukommen. Es bedarf tatsächlich immer wieder Anpassungen, sei es, wenn ein neues Interview oder Aktuelles eingepflegt werden muss oder aber – seit Neuestem – ein neuer Button „Blog“ erstellt werden muss. Dies macht er unabhängig davon, wo er sich gerade auf diesem Globus befindet (er ist zurzeit ein Weltenbummler). Diese Kreativität und den Spürsinn dafür hat er keinesfalls von seinem Daddy, obwohl wir uns in unserem Wesen ansonsten recht ähnlich sind. Meine liebe  Tochter, ebenfalls häufig unterwegs, unterstützt mich dagegen in anderen Dingen, aber davon und von vielem mehr erzähle ich euch gerne im nächsten Blog… .

Schreibt mir gerne, wenn ihr Fragen habt und nutzt entweder unter Konatkt ins Kontaktformular oder per E-Mail an coenigsbergsamuel.berlin@gmail.com, ich freue mich über Zuschriften und antworte garantiert und zeitnah!

Habt eine gute Woche voller Sonne im Herzen und Gottes Segen.

Bis zum nächsten Sonntag.

Samuel Coenigsberg Queerflug Autor queer Literatur Euer Samuel

Der Beginn, meinen Traum als Autor zu verwirklichen

17.02.2024 – Samuel Coenigsberg

Wer hat nicht als jemand, der gerne seine Gedanken verschriftlicht und zudem eine Leseratte ist, den Traum, eines Tages etwas, das ihn begeistert oder bewegt, so zu Papier zu bringen, dass es veröffentlicht wird und in den Regalen der Buchhandlungen oder als E-Book vorzufinden ist und damit unterschiedlichste Menschen begeistert, bewegt, unterhält, lehrt oder informiert?  Völlig unabhängig davon, um welches Genre es sich handelt: Krimis, Liebesromane, Thriller, Fachbücher, Kochbücher, Ratgeber für alles Mögliche, Kinderbücher, Entwicklungsromane, Biografien und so weiter. 

Mir ging es schon zu Schulzeiten so, dass ich  immer sehr gerne Aufsätze aller Art schrieb, allerdings fiel den Lehrer*innen und Schüler*innen schon früh auf, dass meine Beiträge (außer in meinem damaligen Horrorfach Mathematik) stets ziemlich ausführlich und lang waren und ich eine Begabung zu haben schien, Dinge mit einer gewissen atmosphärischen Dichte zu beschreiben. Manche lachten mich dafür aus, andere widerum schrieben in Klausuren bei mir ab. Noch aber steckte mein Talent zur Schriftstellerei in den Kinderschuhen, denn das alleine sollte noch lange nicht genügen.

Im Studium (Theologie und Philosophie) musste ich mich allerdings auf das Wesentliche konzentrieren, und hier hatten poetisch anmutende Texte oder langatmige Charakterisierungen, Schilderungen und Erläuterungen nichts zu suchen, denn auf Treffsicherheit und klare Akzentuierung sowie ergebnisorientierte Lösungsansätze der jeweiligen wissenschaftlichen Themen kam es an, auf nichts anderes. Das langweilte mich und war keineswegs meine Leidenschaft, ich vermisste es, mit ausgewählten Worten, Metaphern und Esprit DAS LEBEN zu beschreiben statt überflüssiges, bereits allseits bekanntes, theoretisches  „Gelabere“, das schon tausende Male vorher in unzähligen Versionen verfasst worden war. Ich wollte etwas Eigenes, Unverwechselbares schreiben dürfen mit Mehrwert für Menschen aller Couleurs.

In meiner späteren beruflichen Ausbildung musste ich mich ähnlich dazu zwingen, punktgenaue Ergebnisse abzuliefern. Alles verlief also einseitig fremdbestimmt ohne die Möglichkeit zu haben, seinen eigenen Schreibstil- oder Charakter anwenden zu dürfen.

Eines Tages, viele Jahre später,  begegnete ich im Rahmen meiner Arbeit einem ganz besonderen Menschen, in dessen Biografie ich mich teilweise wiederfand: Er war ebenso wie ich ein  schwuler Vater mit Migrationshintergrund und hatte eine Trennungsgeschichte durchlebt, die ihn nachhaltig prägte. Ich befragte ihn, quetschte ihn förmlich aus und war sehr bewegt von seinen Gedanken und Emotionen, an denen er mich teilhaben ließ. Damit begann mein Wunsch, seine Geschichte niederzuschreiben und meinen eigenen Anteil mit einfließen zu lassen. Aber wie sollte ich das anstellen? Nur auf meine Erfahrung in der Schule zurückblicken oder auf mein Bauchgefühl hören?

Ich begann einfach, nach bestem Wissen und meiner Intuition, seine Geschichte (mit seinem Einverständnis) aufzuschreiben, ließ aber immer wieder für längere Zeit meine geschriebenen Notizen in der Schublade liegen, weil ich mich nicht traute, sie jemand anderem zu zeigen – bis mich irgendwann mein Mut packte und ich sie einer guten Freundin zum Probelesen gab. Zu meiner großen Überraschung war sie völlig angetan von meiner halbfertigen Geschichte, dem Schreibstil und ihrer literarischen und mir eigenen Sprache. Sie ermutigte mich, das Werk zu Ende zu bringen, um es anschließend zu veröffentlichen. Also  zog ich mich eine Weile zurück und schrieb Tag und Nacht, fünf Wochen am Stück, bis die erste Rohfassung meines ersten Romans stand.

Doch damit war noch längst nicht alles getan, und ich ahnte noch nicht, auf welches Vorhaben ich mich eingelassen hatte. Und überhaupt: Wer denn in Gottes Namen sollte mein Buch überhaupt lesen wollen?Nachdem ich mich ausführlich mit den Notwendigkeiten, die damit verbunden waren, beschäftigt hatte, fasste ich den Plan, meinen Weg zu gehen. Ich machte jedoch allerhand Anfängerfehler, indem ich meiner Ungeduld folgte, ohne wesentliche Dinge zu beachten; so ignorierte ich ein Lektorat, sondern beanspruchte lediglich ein Korrektorat, das eine liebe Freundin, so gut sie konnte, in unendlicher Geduld (ich konnte echt nervig sein) erledigte. Ich hatte keine Ahnung von dem Umgang mit dem korrekten Zitieren, von Urheberrechten und sonstigen rechtlichen Bestimmungen, vom richtigen Erstellen einer Literaturverzeichnisses, und schon längst nicht davon, was alles sonst noch nötig wäre, um nach der Veröffentlichung mein Buch erfolgreich auf den Markt zu bringen. Ich verbrachte endlose Monate damit, gründlich die Rohfassung zu strukturieren, ihr ein Konzept zu geben und sie inhaltlich und sprachlich zu optimieren, nebenbei immer wieder gründlich zu recherchieren. Alles mehr oder weniger nach Hörensagen oder was in Blogbeiträgen dazu geschrieben wurde. Ich war wie besessen davon, zu einem exakt festgesetzten Datum das fertige Buch zu veröffentlichen und drangsalierte damit alle Beteiligten. Noch bevor ich sie mit Content befüllen konnte, ließ ich eine Homepage erstellen, denn man sagte mir, dass die unheimlich wichtig sei. Noch gar nicht hatte ich mit dem Handwerkszeug des Schreibens beschäftigt, weil ich mir einbildete, es alleine richtig zu machen ohne irgendwelche Ratschläge von anderen Coaches folgen zu müssen. Ein großer Fehler, denn das Weiterkommen stockte mit einem Mal. Welcher Verlag würde sich meiner annehmen? Oder alternativ – und das betrachtete ich zunächst als eine schlechtere Wahl – vielleicht im Selfpublishing veröffentlichen? Zu alledem fehlte noch ein passendes Cover, dass ich mir dann – hundert Mal geändert – von meinen Kindern erstellen ließ. Die sozialen Medien waren mir bis dahin schnuppe, ebenso wie das Marketing. 

Doch dann stieß ich nach einem halben Jahr auf die Bookademy von Sandra Maier, die mich rettete. Hier machte ich eine mehrmonatige Autorenausbildung und lernte Vieles dazu, von dem ich nie geahnt hätte, dass es dies alles im Zusammenhang damit, ein guter und erfolgreicher Autor werden zu können, gab und grundlegend für eine Autorenkarriere sei. Schritt für Schritt musste ich meine Arroganz aufgeben, es alleine schaffen zu können, und ich lernte anzunehmen, dass ich nun wusste, was ich zuvor nicht gewusst hatte, aber dachte, es sowieso nicht nötig gehabt zu haben. Und was glaubt ihr? Es kam noch eine Menge neue Arbeit auf mich zu, die mich noch ein weiteres halbes Jahr kostete, bis ich dann endlich meinen ersten Probedruck in den Händen hielt, stolz wie Oskar!

Was ich im Einzelnen gelernt hatte, sei noch nicht verraten. Wer  von euch auch Autor*in werden möchte und daran interessiert ist, von meinen Erfahrungen zu lesen und bestenfalls zu lernen:

Wartet auf meinen kommenden Block am nächsten Sonntag; da werde ich es euch Punkt für Punkt wissen lassen… 

Euer Samuel

Mein Autorenleben durch´s Jahr

29.01.2024 – Samuel Coenigsberg

Ich stelle mich euch gerne erst einmal vor: 

Ich bin gebürtiger Rheinländer mit erweitertem Migrationshintergrund, überzeugter freikirchlicher Christ mit großer Freude am Predigen und am Gestalten von Gemeinde . Vor allem aber bin ich ein stolzer schwuler Vater von zwei erwachsenen Kindern, bin mittlerweile im sechsten Lebensjahrzehnt und lebe mit meinem wunderbaren Ehemann und unserem Senioren-Katzenpaar in Berlins Umland nahe der brandenburgischen Grenze.

Neben meiner Leidenschaft am Autorendasein sind meine kulinarischen Leidenschaften:  Nussschokolade (am liebsten des deutschen Herstellers, der mit „L“ beginnt) , und im Sommer Eis mit Sahne. Aber auch die österreichische Küche mit ihrem Kaiserschmarrn, dem Germknödel und dem Herzhaften, das auf den Tisch gebracht wird, ist für mich wie eine Sinfonie für die Gaumenfreuden. Leider bin ich Raucher, dem es schwerfällt, das endlich mal sein zu lassen. Ich liebe den Sommer und das Meer mit seinem sanften Rauschen. Schnee ist nicht so meins.

Thriller schaue ich gerne und grusele mich dabei, mit den entsprechenden Mediatheken und Anbietern bin ich schon auf Du und Du, sofern es meine Zeit zulässt. In der Musik bin ich Fan von allem aus den 80er- und 90er- Jahren, meine Lieblingssänger*innen sind Peter Cornelius, Hermann van Veen, Barbra Streisand, Lara Fabian. Ich liebe deutsche und österreichische sowie französische Liedermacher und Chansonniers (dass ich auch Helene Fischer sehr mag, schreibe ich hier vorsichtshalber erst gar nicht  aus Angst vor Shitstorm! Sehr gerne lese ich historische Familiengeschichten und Klassiker, ihnen voran Thomas Mann, Sir Peter Ustinov, Günter Grass, Irvin Shaw, Isaac Bashevis Singer und andere. Insgesamt gerne poetische Literatur, aus der ich meinen Wortschatz vergrößern kann.

Meine Freunde bezeichnen mich als einfühlsam, hilfsbereit, humorvoll, aufgeschlossen und dass sie auf mich zählen können. Zudem die engsten unter ihnen als jemanden, der manchmal anstrengend sein kann, weil er bis aufs Blut ausdiskutiert (typisch jüdische Eigenschaft), bis er endlich versteht, um dann ins Handeln zu gehen. Meine Marotten sind außerdem, dass ich ständig wie ein zerstreuter Professor  alles Mögliche verlege (Brille, Autoschlüssel, Hausschlüssel, Handy, Feuerzeug) und am liebsten 1000 Dinge auf einmal erledigen möchte. Deswegen plane ich neuerdings nach der Eisenhower-Methode, um etwas mehr Struktur hineinzubekommen. Das hilft mir, um mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und vor allem, meinem Ziel als erfolgreicher Autor näherzukommen.

Ich arbeite co-therapeutisch in einem Bereich der Psychiatrie und liebe meinen Beruf, durch den ich viele bereichernde Erfahrungen machen darf und schon so einige wunderbare Persönlichkeiten kennenlernen durfte. Nicht zuletzt durch sie habe ich einen großen Einblick in viele menschliche Lebenskrisen gewonnen und schöpfe aus deren Geschichten, um eigene romanhafte Biografien schreiben zu können und sie in meinen Romanen zu lebendigen Figuren entstehen zu lassen.  Meine Inspirationen für meine Bücher bekomme ich durch vielfältige Begegnungen im Alltag und mit der Beschäftigung tagespolitischer Geschehen, die sich in unserer Welt abspielen. 

Ich stehe ein für die Rechte und Anerkennung der LGBTQ, Menschenrechte allgemein, Liebe unter den Menschen, Enttabuisierung und klare Benennung von Ungerechtigkeiten. Ich bin absoluter Gegner von Rassenhass, Antisemitismus, Diskriminierung und dem „Schwimmen mit dem Strom“.

Mein Alltag spielt sich so ab, wie er es bei den meisten tut: früh aufstehen (obwohl ich liebend gerne länger schlafe), zur Arbeit mit den Öffis fahren, dort meiner beruflichen Berufung nachgehe, am späten Nachmittag wieder heimkehre (ich habe eine Vollzeitstelle). Tja, und was dann?

Ich will es euch gerne erzählen: Zunächst ein Plausch beim Abendessen, das mein begabter Ehemann vorbereitet hat (er kocht und backt himmlisch), dann –  sofern es die Zeit hergibt – eine meiner drei Lieblingsserien schauen (Rosenheim Cops, Soko Wismar, Notruf Hafenkante) und Nachrichten ansehen, meist mit Bad News. Dagegen habe ich übrigens Good News abonniert, um mir einen anderen positiven Blick auf die Welt zu gönnen. Wenn ich nicht schon zu erschöpft bin, befasse ich mich mit diversen Kursen und Schulungen für Autoren, um mich weiterzuqualifizieren (Buchmarketing, KI, Instagram,..), bediene die Sozialen Medien, so gut ich kann (eigentlich bin ich ein digitaler Neandertaler!);))

Am wichtigsten ist mir jedoch das Schreiben. Dafür nehme ich mir vor allem an den Wochenenden (nach dem regelmäßigen Hausputz) und an freien Tagen Zeit. Auch hier benutze ich Strategien, um am Ball zu bleiben, damit meine Geschichten Gestalt annehmen. Doch nicht nur das Schreiben ist dazu unerlässlich, sondern ebenso gründliche Recherche, auf die ich sehr viel wert lege, damit ich euch alles mit „Hand und Fuß“ abliefern kann. Das erfordert manchmal viel Zeit, und hie und da bin ich auf Recherche-Reise, um mich mit den Menschen, die ich portraitiere, persönlich zu unterhalten. Besonders bin ich an den politischen und geschichtlichen Hintergründen interessiert und an allem, was sich hinter der Person verbirgt. Daher dauert es in der Regel zwei Jahre, bis ein neues Buch von mir herauskommt. Nach der abgeschlossenen „Que(E)rflug“ -Dilogie arbeite ich derzeit an einem Roman über einen Menschen, der durch einen speziellen Freund animiert, andere Menschen maßgeblich zu ihrem Wohlsein und ihrer Heilung begleitet. Lasst euch überraschen! 

Podcasts sind als Nächstes in Planung, aber bitte gebt mir dafür noch etwas Zeit, denn derzeit bin ich mit dem Verfassen meiner Hörbücher, mit Übersetzungen der bisherigen Veröffentlichungen und mit Lesungen beschäftigt.

Ich freue mich sehr, wenn ihr dabei seid!

Bis zum nächsten Mal.

Euer Samuel